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Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern...


Am 24.10.2008 wurde ein Interview mit Herrn Mindermann, Vorstandschef der OTRS AG, veröffentlicht.

Zitat: "Ein Open Source Zulieferer kann nur durch gute Arbeit überzeugen und am Markt bleiben.
Er hat sonst keine Hebel beziehungsweise Knebel wie Lizenzverträge, die er ansetzen kann, um den Kunden an sich zu binden
oder Konkurrenten vom Markt fernzuhalten. Auf der anderen Seite spart ein solcher OSS-Zulieferer enorm daran,
dass er keine technische Lizenzüberwachung einbauen muss, das ist die Quelle sehr vieler technischer Probleme.
Außerdem steckt er das Marketingbudget nicht in Heerscharen von Vertrieblern, sondern in die Entwicklung der Software selbst."

Und weiter steht, Zitat: "Waren und Dienstleistungen haben ihren Preis. Sie werden erbracht oder produziert und dazu benötigt man
knappe Ressource, sogenannte betriebswirtschaftliche Produktionsfaktoren. Das ist bei der Softwareproduktion nicht anders,
allerdings bezahlt der Kunde nicht den Wert der Dienstleistung oder des Produktes zu Faktorkosten, sondern er zahlt ein immaterielles Nutzungsrecht.
Mit welcher Berechtigung wird der Kunde "abgezockt"?"

Und was macht die OTRS AG heute? Aus unserer Sicht genau das, was Herr Mindermann so vollmundig kritisierte.

Das gesamte Interview kann hier nachgelesen werden: Über Lizenzen, Knebelverträge und Moral im Software-Geschäft

Wir meinen dazu:
Wie war das mit dem Fähnchen im Wind?

 
 

Die Angst vor Mitbewerbern...


In einem Newsletter der OTRS AG vom 25.09.2019 wird u.A. auf folgende Seite verlinkt:
Software direkt vom Hersteller

Zitat: "Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein Produkt einer bestimmten Marke kaufen – sei es die neue Spiegelreflexkamera von Nikon oder das neue iPhone aus dem Hause Apple. Haben Sie jemals daran gedacht, zum Beispiel aufgrund der Anschaffungskosten auf eine Kopie zurückzugreifen, oder sich ein Produkt über andere, günstigere Vertriebskanäle zu beschaffen? Ganz gleich, ob ein Produkt oder eine Dienstleistung über andere als den Hersteller direkt beschafft werden, es ist und bleibt damit eine Graumarktlösung."

Unsere Meinung dazu:
Es gibt eine Vielzahl von Kamera- oder Smartphone-Herstellern. Alle produzieren mehr oder weniger ähnliche Produkte. Letztendlich endscheidet der Käufer, welches Modell ihm am meisten zusagt und seinem finanziellen Rahmen entspricht.

 
 

Und die Moral von der Geschicht...


Wir haben da ein Gerichtsurteil gefunden:
IM NAMEN DES VOLKES

Besonders interessant finden wir die Seite 16 des Dokuments.
Zitat: "Der Beteiligungsbetrag belief sich auf 2.497.500 € und war zwischen dem..."

Das Geld stammt aus dem CSA Beteiligungsfonds 5.
Das Amtsgericht Würzburg hat am 17.02.2015 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der CSA Beteiligungsfonds 4 GmbH & Co. KG und der CSA Beteiligungsfonds 5 GmbH & Co. KG angeordnet.

Ob die OTRS AG und/oder Herr Mindermann Kenntnis von den Vorgängen hatten, ist reine Spekulation.

Wir meinen dazu:
Die Gedanken sind frei...

 
 

Es ist natürlich unethisch...


Eine Weitere Website aus dem Newsletter vom 25.09.2019:
Sind ihre Daten gefährdet...

Zitat: "Graumarktanbieter sind Unternehmen, die Software außerhalb legaler Vertriebskanäle verkaufen. Oftmals nehmen sie ein Open Source System und „verkaufen“ es an ahnungslose Unternehmen – entweder mit oder ohne Modifikation. Es ist natürlich unethisch, dass ein Graumarktanbieter einem Unternehmen ein frei verfügbares Produkt in Rechnung stellt. Aber das ist nur ein kleiner Teil des Problems."

Wir meinen dazu:
Die OTRS Version 7 der OTRS AG ist nicht ohne eine finanzielle Gegenleistung an die OTRS AG erhältlich.
In der OTRS Version 7 wird eine ganze Reihe von Open-Source-Software eingesetzt, welche nicht von der OTRS AG selbst entwickelt wurde.

Darunter befindet sich auch eine Software eines Herstellers, welche ausdrücklich nicht kostenlos genutzt werden darf, wenn die gesamte Software nicht als Open-Source-Software zum Download für Jedermann verfügbar ist.

Genau das was die OTRS AG als "unethisch" darstellt praktiziert sie selbst.
Es handelt sich bei der eingesetzten Software um den Fullcalendar Scheduler in der Version 1.6.2

 
 

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen...


Sie können sich unter dem nachstehenden Link ein White Paper der OTRS AG herunterladen:
Software direkt vom Hersteller

In dem White Paper steht auf Seite 9 des Dokuments.
Zitat: "Im Moment arbeite ich mit einem Kunden zusammen, der sich an die OTRS Gruppe gewandt hat, weil er Schwierigkeiten hatte, seinen Dienstleister dazu zu bringen, wesentliche Supportfragen zu beantworten. Der Kunde hatte keinen Zugriff auf die Admin-Tools; grundlegende Aufgaben, wie das Zurücksetzen des Passworts, sollten beim Graumarktanbieter bis zu 14 Tage in Anspruch nehmen. Andere Anfragen benötigten sogar 21 Tage und es gab Situationen, in denen der Anbieter einfach gar keinen Support leisten konnte."

Wir meinen dazu:
Mitte Juni 2019 schrieb ein größeres Unternehmen unseren Support an und bat um Hilfe.
Die OTRS AG hat dem Unternehmen Anfang 2019 ein OTRS Version 7 verkauft, seitdem gab es nur Probleme. Monatelang gab es immer nur Vertröstungen und Reaktionen auf Anfragen dauerten Wochen.
Letztendlich hat das Unternehmen selbst ein Downgrade auf die OTRS Version 6 vorgenommen um ein funktionierendes System zu haben und in Zukunft frei in seinen Entscheidungen zu sein.